Königreich Éireann

Aus Athalon
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Éireann
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Religion
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Die Insel Éireann liegt westlich vor den Küsten Weidtlands und Kaledons. Auch wenn die Kulturen von Albion und Éireann ähnlich erscheinen, so unterscheiden sie sich doch grundliegend voneinander. Für Jahrhunderte wurde Éireann von Adeligen aus Weidtland regiert, die die éirische Sprache unterdrückten und das Volk durch Gewalt und Ausbeutung knechteten. Auch heute noch brodelt der Hass gegen Weidtland in vielen Bewohnern Éireanns, und das obwohl sich das Land dem Vereinigten Königreich unter Königin Elsbeth angeschlossen hat. Auf ihren Erlass hin wurden die Steuern gesenkt, die éirische Sprache gefördert, die eiserne Militärherrschaft beendet und sogar ein éirischer König ernannt. Dennoch soll durch die Taten einer einzigen gerechten Herrscherin nicht vergessen werden, was Generationen an Tyrannen dem Volk der Éiren angetan haben. Und so unterstützen die Éiren die Königin nicht deshalb, weil sie ihr treu sind, sondern aus Verbundenheit ihrem eigenen Land gegenüber.

Das Volk

Die Éiren ähneln stark den Kaledonern, sind im Vergleich zu anderen Menschen aus Leändrien jedoch kleiner gebaut, und auffällig viele von ihnen besitzen die charakteristischen roten und orangenen Haare. Die Éiren sind neben ihren Haaren auch für ihr Ehrgefühl bekannt, welches seit Jahrtausenden tief im Blut des Volkes verankert ist. Das ganze Leben eines Éiren dreht sich von Geburt an um seinen Ruf in der Gesellschaft, und lieber würde er sterben, als diesen Ruf in den Schmutz zu ziehen.

Die Éiren kennen vier Grundliegende Tugenden, nach denen sich ihr Leben richten soll: Gastfreundschaft, Tapferkeit, Treue und Gerechtigkeit. Auf diesen vier Säulen baut die gesamte Gesellschaft Éireanns.

Gastfreundschaft

Die Gastfreundschaft gegenüber Freunden und Fremden ist den Éiren genau so wichtig wie den Kaledonern. Jemand, der Gäste abweist oder schlecht behandelt, riskiert es, von der restlichen Gesellschaft geächtet zu werden. Doch auch jeder, der die Gastfreundschaft des Gastgebers ausnutzt, muss mit ernsten Konsequenzen rechnen.

Die Freigiebigkeit der Éiren geht mit ihrer Gastfreundschaft einher. Freundlichkeit und Großzügigkeit sind angesehene Tugenden. Wem es an nichts mangelt, der soll denen helfen, denen es schlechter geht. Es gibt zahlreiche éirische Sagen und Märchen, die sich um geizige Menschen und deren schreckliches Schicksal drehen, welches sie erwartet, wenn sie die Not der Bedürftigen ignorieren.

Tapferkeit

In den Augen der Éiren ist es besser, einen schmerzvollen tapferen Tod zu sterben als ein langes feiges Leben zu führen. Viele Geschichten erzählen von Helden, die lächelnd in den Tod gehen, da sie wissen, dass man ihr Andenken in Ehren halten wird. Die Éiren sind zu stolz, um Schmerzen, Angst der Zweifel zu zeigen.

Jemand sagt versehentlich etwas Falsches, rempelt jemanden an oder blickt nur schief, und schon bricht ein Kampf aus. Waffen kommen dabei nicht zum Spiel, viel eher ist es eine Sache des Respekts, manchmal sogar der Freundschaft. Die Schlägerei dauert so lange, bis einer der beiden am Boden liegt, ehe der Gewinner ihm wieder auf die Beine hilft und ihm anschließend auf ein Bier einläd. Wer bis zum Umfallen kämpft, der gilt bei den Éiren als angesehener Mann. Selbst wenn sein Körper aufgibt, so hat er doch bis zum Ende gekämpft. Und das zeugt von einem ungebrochenen Kampfeswillen.

Treue

Die Treue ist den Éiren wichtig. Wenn jemand ein Versprechen gibt, dann hält er es auch. Jedoch wird von niemandem erwartet, sich an sein Versprechen zu halten, wenn er damit seinem eigenen Ruf schaden würde.

Treue gegenüber der eigenen Ehre steht für einen Éiren an erster Stelle, und so ist er stets darum bemüht, diese auch zu wahren. Andere Kulturen betrachten dieses Verhalten meist mit Skepsis, denn viele Leändrier sehen das éirische Verlangen nach Individualität und Selbstbestimmung als arrogant und überheblich.

Gerechtigkeit

Das éirische Recht ist nicht dafür geschaffen worden, um Verbrechen zu verhindern, sonder um sie zu bestrafen. „Wer Wind sät, wird Sturm ernten“, ist ein viel zitiertes éirisches Sprichwort. Gerechtigkeit ereilt den Übeltäter nicht unbedingt direkt, aber dennoch unausweichlich. Éiren betrachen Gerechtigkeit als eine persönliche Verantwortung.

Die einzige Möglichkeit, ein Vergehen wiedergutzumachen, ist die Buße, mit der der Schuldige seinen Namen reinwäscht. Nicht selten besteht die Buße in der Bewältigung schier unmöglicher Aufgaben. Davon wird ein echter Éire sich jedoch nicht abschrecken lassen, denn tatsächlich besteht für einen Éiren der beste Weg, seine Ehre wiederherzustellen, darin, bei dem Versuch den Tod zu finden.

Kleidung

Die Éiren tragen seit Jahrhunderten ihre langen Beinlinge, warmen Hemden und dichten Umgänge aus Wolle. Leder wird als Material für Stiefel und Gürtel geschätzt. Schmuck ist bei den Éiren sehr beliebt. Nadeln und Broschen sowie Armbänder, Ringe und Halsketten mit kunstvollen Flechtmustern sind die einzigen Markenzeichen der Éirischen Moden, die über die Landesgrenzen hinaus bekannt sind.

Ernährung

Die Bauernhöfe und Felder bedecken fast drei Viertel Éireanns. Gerste, Milch, Heu, Kartoffeln, Zuckerrüben und Weizen zählen zu den wichtigsten Produkten der Insel, genau so wie einige der besten Zuchttiere Leändriens, ob Rinder, Pferde, Schafe oder Geflügel. Auch der Fischfang in den flachen Küstengewässern ist ein wichtiger Bestandteil der täglichen Lebens.

Kunst und Musik

Der Gesang ist untrennbar mit der Éirischen Kultur verbunden. Ein Gelehrter könnte alles, was er über Geschichte und Gebräuche der Éiren wissen muss, aus ihren Liedern lernen. Die Themen der Lieder handeln dabei von Rebellen, Schlachten oder der Liebe. Besonders verbreitet sind Lieder über die éirischen Frauen oder die Hassliebe zum Whiskey. Und am besten sind die, in denen es um beides geht.

Religion

Éireann ist von den deynistischen Kirchen nahezu unangetastet geblieben. Die Éiren erkennen die Lehren Deyn Cadors zwar an, sind aber dennoch ihren alten Göttern treu geblieben. Die éirischen Götter leben in anderen Welten, welche nur durch besondere Umstände erreicht werden können.

Allzuviele Gedanken machen sich die Éiren jedoch nicht um ihre Götter. Sie verehren sie zwar an den vier heiligen Nächten des Jahres, aber sonst haben die Götter keinen großen Einfluss auf das alltägliche Leben oder das politische Geschehen.

Eine Besonderheit ist jedoch, dass die Éiren daran glauben, dass jeder Mensch zu einem Gott werden kann. Der Ruf eines Menschen hat eine direkte Verbindung zu seinem Leben nach dem Tod. Je glorreicher der Ruf eines Menschen wird, desto eher verhilft ihm dies zur Göttlichkeit. Dieser Glaube ist der Grund, warum die Éiren so besessen von ihrem Ansehen und ihrer Ehre sind.

Druiden

Die Druiden sind die heiligen Männer und Frauen des éirischen Glaubens. Sie sollen eng mit der Natur der Insel und ihren geheimnisvollen Bewohnern, den Alben, in Verbindung stehen. Druiden sind dabei jedoch nicht zwangsläufig Magier, sondern eher weise Menschen, die Einblick in die Geheimnisse der Welt erhaschen können, die anderen verwehrt bleiben. Für Außenstehende mag ihre Weisheit wie Zauberei erscheinen, doch in Wirklichkeit ist es nur eingeübte und von Generation zu Generation weitergetragene Intuition.

Das Land

Éireann liegt westlich vor Albion. Es ist in acht Grafenstände unterteilt, die alle einen Vertreter in das Landesparlament entsenden. Der König von Éirean, Árdon O’Beily, regiert von der Hauptstadt aus. Über die gesamte Insel verstreut liegen Steinkreise und Felsen, die als heilige Artefakte verehrt werden. Ein großer Teil der Insel besteht aus Flachland und ausgedehnten Äckern, während einige stellen von Wäldern und Torfmooren durchsetzt sind. Das Meer und die Seefahrt sind ebenso bedeutend für das Land, und die größten Städte Éireanns sind Hafenstädte.

Éireann besitzt ein mildes, aber feuchtes Klima. Es regnet häufig, und Überschwemmungen stellen ein ständiges Problem dar. Die zahlreichen Bäche und Flüsse der Insel wurden durch Brücken oder Furten passierbar gemacht, denn aus Angst vor den Alben in den Gewässern hat man darauf verzichtet, das Wasser zu blockieren oder anzustauen. Auch die vielen Seen gelten als besondere, mystische Orte. Jene mit einer Insel in ihrer Mitte sollen gar ein Tor zur Welt der Alben und Götter sein.

Tatsächlich wurden die meisten Gebäude während der weidtländischen Herrschaft errichtet. Burgen und Festungen gehören heute jenen, zu deren Unterdrückung sie einst gebaut wurden.

Die Grafenstände

Regierung

Der König von Éireann muss sich immer noch mit dem éirischen Parlament auseinandersetzen, welches damals von den weidtländischen Besatzern eingeführt wurde. Der König hat jedoch auch klar zum Ausdruck gebracht, dass er weder die Zeit noch die Geduld besitzt, sich mit Adeligen herumzustreiten.

Wirtschaft

Éireann war lange Zeit stark von der weidtländischen Wirtschaft abhängig. Pfund und Shilling sind ein gewöhnlicher Anblick. Die Handelsgilden der Nordamaren sind hier nicht ganz so stark vertreten wie auf Albion, gewinnen aber zunehmend an Einfluss.

Städte und Dörfer

Verglichen mit den Städten Leändriens sind die größten Städte Éireanns nicht mehr als bessere Dörfer.

Namen

Éirische Namen ähneln denen der Kaledoner, und bestehen aus einem Tauf- und einem Clannamen. Die meisten Namen besitzen den Präfix „O“ oder „Mac“, wie in O’Brian oder MacBeth.

Männernamen

Abbán, Aidan, Barrfind, Barrie, Brandy, Carey, Cellach, Donagh, Dónal, Dubhán, Ennis, Fearghal, Finn, Keelan, Lochlainn, Mannix, Riordan, Séaghdha, Torin, Uilleag

Frauennamen

Aideen, Aignéis, Blaind, Brígh, Catlín, Dáríne, Deirdre, Éabha, Eavan, Ena, Gobnait, Íde, Keelan, Léan, Maeve, Máirín, Mór, Nessa, Nóra, Órlaith

Ein Charakter aus Éireann

Erscheinung

Die Éiren sind zwar etwas kleiner als der Rest der Albioner, dafür aber nicht minder robust und kräftig gebaut. Éireann ist ein Land der Bauern, wo die meisten Menschen jeden Tag mit beschwerlicher Arbeit auf dem Feld oder der Weide verbringen. Die Haarfarbe der Éirer ist schwarz bis rot, die Haut hell und nicht selten von Sommersprossen bedeckt. Die Kleidung ist ähnlich wie die der Kaledoner an das feuchte, kühle Wetter angepasst. Männer und Frauen flechten gleichermaßen Haar und Bärte. Natürlich sind bärtige Éirinnen nur ein Mythos.

Verbreitete Berufe

In der Flotte Großalbions findet man ausgesprochen viele Éiren, und tatsächlich machen sie den Großteil der Seefahrer Großalbions aus. Éireann besitzt kein eigenes Heer, und dennoch kann sich fast jeder Bauer mit Stock und Keule gegen Gefahren wehren. Die Jagd mit dem Speer hat hier eine lange Tradition. Éireann hat nur wenig Kontakt mit anderen Reichen, und ist daher auf Selbstversorgung angewiesen. Alkohol wird von vielen für den ausschließlichen Eigenbedarf gebraut, und ist unter den Éiren als "Mondscheinen" bekannt. Aber fast jeder Éire ist irgendwo ein Selbermacher, denn wenn es keinen Handel nach Außen gibt, dann wird das Handwerk eben zu einer Notwendigkeit.

Bezug zum Glauben

Man sagt, die Éiren hätten die Sorridianische Kirche nur auf ihre Insel gelassen, da der unbeliebte König von Weidtland sie einst aus seinem Reich verbannte. Viele Éiren ihren Glauben an Deyn Cador aber mit ihren alten Traditionen und dem Heidentum vermischt. Sie erkennen neben den Lehren der Kirche auch die Alten Götter an, und tragen deren Geschichten von Generation zu Generation weiter. Ein Umstand, den die Sorridianische Kirche nur zähneknirschend hinnimmt.

Einstellung

Wer einen Charakter aus Éireann spielt sollte sich bewusst sein, dass dieses Volk im Grunde ihren alten Traditionen und Göttern treu geblieben ist, während Kaledon und Weidtland sich fast vollständig den Kirchen des Deynismus zugewandt haben. Ein Éire verfolgt nicht selten das Ziel, seinen Namen unsterblich zu machen, sodass seine Nachfahren auf ihn zurückblicken und aus seinen Taten lernen können. Dazu gehören Erfolge wie auch Fehler, Kämpfe die man bis zum bitteren Ende bestreitet und auch die Liebe, die man mit voller Leidenschaft lebt. Wirklich zu leben ist der einzige Weg, unsterblich zu werden.