Nostrisches Imperium

Aus Athalon
(Weitergeleitet von Königreich Nostrien)
Zur Navigation springen Zur Suche springen


Nostrisches Imperium
Flagge Wappen Nostrien2020 2.png
Titel Sklavengetriebenes Inselreich
Hauptstadt Ilios (124.670 Einwohner)
Wichtige Städte Herabion, Pentas, Yamas
Herrscher Plutokrat Vic ibn la Nostras
Herrschaftsform Plutokratisches Imperium
Demonym Nostriener
Adjektiv Nostrienisch
Völker Sorridianer, Esh'shajen
Sprachen Sorridianisch
Religion Nostrische Götter, Kirash, Deynismus
Leändrien2020 Nostrien.png


Das Nostrische Imperium entstand nach dem Zerfall des Mittländischen Imperiums, und existiere noch viele Jahrhunderte später über große Gebiete Süd- und Ostleändriens. Doch auch dieses Reich zerfiel, und wurde von den Esh'shajen und Hunlyk erobert. Im heutigen Nostrien lebt ein buntes Völkergemisch jeder Herkunft und Hautfarbe, das von einer dekadenten Oberschicht regiert wird. Auf den schroffen, aber fruchtbaren nostrischen Inseln wird immer noch Sklaverei betrieben. Ihre Häfen gelten als bekannte Umschlagsorte für Kriegsgefangene, Wald- und Inselmenschen. Trotz seiner schmerzhaften Vergangenheit ist Nostrien ein wohlhabendes Reich, welches sein Vermögen den ausgedehnten Plantagen und tiefen Minen zu verdanken hat, in denen Sklaven zur Arbeit getrieben werden. In letzter Zeit baut Nostrien sein Heer immer weiter aus, und will nun scheinbar die Umbrüche im Kalifat Al'bastra nutzen, um mit seiner gewaltigen Galeerenflotte die Oberhand der Nostrischen See zu sichern und sich verlorene Landstücke zurückzuholen.

Nostrisches Imperium - Topografische Karte

Land

Nostrien wurde großer Teile seines ursprünglichen Herrschaftsgebietes beraubt, und in den untersten Süden der Isla de la Requiza und der Nostrischen Inseln zurückgedrängt. Dort ist es gänzlich umgeben von der Nostrischen See, während das Königreich an Land von den Zyklopengipfeln im Norden begrenzt wird. Territorial grenzt es an seiner nördlichen Grenze daher an das Königreich Sorridia.

Die Landschaft Nostriens und der Nostrischen Inseln besteht aus hügeligem bis bergigem Terrain. Auch wenn es flache Strände gibt, fällt das Land an vielen Stellen mit hohen Klippen in das Meer. Die Klippen bestehen meist aus spitzem Kalkstein und sorgen auch dafür, dass die Küstenregionen als schwer schiffbar gelten, wenn man diese nicht kennt. Riesige Sandbänke erheben sich mitten im Meer und verschwinden bei hohem Wellengang wieder vollständig. Gerade die Fauna der Meerestiere bietet rund um das Königreich Nostrien eine ungeahnte Artenvielfalt, die kaum in Worte zu fassen und Netzen zu fangen ist.

Der Boden der hohen Steinplateaus auf den Insel ist vor allem grün und fruchtbar. Durch das milde Klima sind hier Pflanzen aus Nord- wie auch Südleändrien kein ungewöhnlicher Anblick, weshalb nahezu die gesamte Fläche für die Landwirtschaft genutzt wird. Lediglich einige farbenfrohe Mischwälder schmiegen sich zwischen die Äcker, deren einziges Problem die Wasserversorgung ist. In den trockenen Sommern kann es mitunter zu Dürren und monatelangen Trockenheitsphasen kommen. Der fehlende Regen lässt die Brunnen austrocknen und viele Einwohner ohne Reserven zurück. Die findigen Bewohner der Inseln haben sich aber Systeme zur Wasserspeicherung einfallen lassen, weshalb jede Insel mindestens eine unterirdische Zisterne in seinem Inneren versteckt.

Nahezu ein Viertel der Nostrier lebt in der Haupt- und Handelsstadt Ilios. Neben Ilios gibt es kaum weitere erwähnenswerte Städte auf den Nostrischen Inseln, da die meisten Siedlungen kleine Dörfer oder Häfen mit unter zweitausend Einwohnern sind. Auf ihre zentral gelegene Hauptstadt mit ihren weißen Kalksteinhäusern und roten Ziegeldächern sind die Bewohner des Königsreich dafür umso stolzer. Besonders der bekannte Sklavenmarkt am Südende der Stadt gilt als Dreh- und Angelpunkt der Wirtschaft im Land.

Gesellschaft

Steilküste Nostriens mit Besiedelung sowie Hafen

Die Gesellschaft in Nostrien ist durch ein fixiertes, strammes und sich durch ihren Wohlstand definierendes Ständesystem geprägt. Am untersten Ende der Kette stehen die Sklaven, die ohne jegliche Rechte ganz den Befehlen und Anweisungen ihrer Besitzer zu folgen haben. Sie arbeiten auf den Plantagen, in den Minen oder als Rudersklaven und erhalten so den wohlhabenden Lebensstil der anderen Schichten. Sie sind auch die einzigen, die überhaupt körperliche Arbeit verrichten müssen. Nach der letzten offiziellen Zählung wurde deutlich, dass rund ein Drittel der Bewohner Nostriens Sklavens sind. Sklaven werden ebenfalls nicht als Nostrier angesehen, sondern stammen zwingend aus anderen Nationen oder Stämmen und können allerhöchstens aus dem Sklaventum entlassen werden, womit ihnen aber noch keine Bürgerschaft in Nostrien gewährt wird.

Über den Sklaven steht die freie Bevölkerung der Nostrier, die zu einem überwiegenden Teil in der Hauptstadt Ilios lebt und arbeitet. Die Bürgerschicht macht rund die Hälfte der Bevölkerung Nostriens aus. Sie besteht aus armen und besitzlosen Bauern sowie Landarbeitern bis hin zu angesehenen Medizinern, Wissenschaftlern oder Handwerksmeistern. Ihr Lebensstil reicht nicht im Entferntesten an die großzügige und verschwenderische Art der Reichen Oligarchen Nostriens heran, erhält ihnen aber immerhin ihr freies Leben.

An der Spitze der Nation steht die reiche Oberschicht, die entweder in protzigen Villen in Ilios oder auf gigantischen Landgütern auf einer eigenen Insel leben. Sie halten sich Sklaven für jeden Zweck, beschenken ihre Frauen und Kinder stets mit Goldschmuck und feiner Ware aus Übersee und leben in vollsten Zügen. Nur diese reiche Oberschicht darf an den Abstimmungen zur Bestimmung des Landes teilnehmen und Vertreter entsenden, deren Anzahl am Reichtum gemessen wird.

Dieser gravierende Unterschied in der Bevölkerung zeigt sich besonders in den Städten. Während im Zentrum ausschließlich großzügige Villenanlagen mit gepflegten Gärten und privaten Wächtern errichtet wurden, befinden sich am Stadtrand heruntergekommene Baracken und Spelunken in denen Sklaven und arme Bürger einquartiert wurden.

Kleidung

Festung auf einer Klippe Nostriens

Der Kleidungsstil der Bevölkerung in Nostrien entspricht der jeweiligen Klasse des Trägers. Die wohlhabenden und reichen Oberschichtler flanieren in seidenen Tuniken und maßgeschneiderten Stiefeln aus feinstem Rindsleder durch die Stadt. Für jeden Anlass lassen sie sich neue Kleidungsstücke aus teuren Stoffen und seltenen Farben anfertigen. Dahingegen sind Sklaven in einheitlichen grauen oder braunen Roben mit einem Stickmuster gekleidet. Das Stickmuster zeigt den Besitzer des Sklavens an, um unmissverständlich die Zugehörigkeit zu zeigen. Sklaven werden darüber hinaus mit Brandzeichen gekennzeichnet, was allerdings bei mehrfach verkauften Sklaven zu einer wahrhaftigen Sammlung an Brandzeichen auf der Haut führt.

Die Bürger versuchen einen guten Mittelweg zu finden und dennoch der stetigen Hitze zu entgehen. Meist werden einfache weiße Hemden und Kniebundhosen sowie leichte Kleider getragen. Dazu gibt es für Männer wie auch für Frauen Ledersandalen und ein wenig kostengünstigen Silberschmuck, um den geringen Wohlstand nach außen zu zeigen, aber auch um sich von den Sklaven abzuheben.

Farbstoffe sind in Nostrien reich vorhanden, da sie im Land hergestellt und geschöpft werden. Auch weniger vermögende Personen sind so in der Lage zumindest ein Set an prächtig gefärbter Kleidung für den Tempelgang zu erwerben. Hochwertige Stoffe werden zum Teil auf den Baumwollplantagen unter der glühenden Sonne direkt gewonnen und verarbeitet, auch sorridianische Seide ist verhältnismäßig einfach zu bekommen.

Gebräuche

Privater nostrischer Tempel mit Flagge der Familie

Die Oberschicht Nostriens liebt ihren verschwenderischen und aufwändigen Lebensstil. Die Schönen und Reichen versuchen ihn mit allen Mitteln der Kunst zu halten. Sklaven werden in riesigen Arenen gegeneinander in den Kampf bzw. Tod geschickt oder müssen exotische Kreaturen aus aller Welt nur für die Belustigung der Bevölkerung bezwingen. Daneben hat aber auch das Theaterspiel einen enorm hohen Stellenwert in der Bevölkerung und ist vergleichsweise erschwinglich. Selbst die teils zehnstündigen Vorführungen sind auch für die einfachere Bürgerschicht sehenswert. Kunst und Kultur finden daher großen Anklang in der gesamten Bevölkerung der echten Nostrier.

Die Sklavenhaltung oder Inanspruchnahme derer Dienste ist ein grundlegendes Merkmal eines Nostriers. Bereits in den Schulen wird das Kastenwesen gelehrt und den Kindern in den Kopf gesetzt, weshalb viele Kinder ihrem persönlichen Sklaven ganz selbstverständlich Befehle erteilen können. An jeder Straßenecke stehen die einfachen Lohnarbeiter mit ihren Vorarbeitern und sind für jede erdenkliche Aufgabe zu mieten, als wären sie Tiere. Doch muss auch hier beachtet werden, dass Sklaven nicht nur ungebildete Arbeiter sind, sondern auch intelligente und gelehrte Meister, Lehrer oder Wissenschaftler sein können. Sie hatten schlichtweg das Pech von Sklavenjägern gefangen und auf den nostrischen Märkten verkauft zu werden. Wer jedoch einmal ein Brandzeichen auf der Haut trägt, wird es nur schwer wieder los.

Nostrier verabscheuen es, wenn man ihren Lebensstil kritisiert oder sie diesen ändern müssen. Deshalb haben sie unter den anderen Nationen Leändriens kein sonderlich gutes Ansehen mehr. Innerlich bilden sie aber, trotz der enormen Unterschiede, tatsächlich eine geschlossenere Gemeinschaft, als man vermuten mag. Gerade der Hang zu teuren Schmuckstücken, schmackhaften Gewürzen und dem Vorzeigen eines ausgefallenen Reichtums und Lebens verbindet das Volk. Während der geringere Teil dieses Leben tatsächlich führt und zeigt, bewundert der größere Teil diese Menschen und hofft eines Tages dazugehören zu können.

Religion

Nostrien besitzt keine offizielle Staatskirche, doch der Klerus verschiedenster Glaubensrichtungen kämpft hier genau so wie anderswo um Macht und Einfluss. Der Großteil der Bevölkerung glaubt heute noch immer an das alte Pantheon Nostriens und seine vielen Halbgötter, deren Geweihte sich in der nostrischen Gesellschaft besondere Ehrfurcht verdienen. Der Pantheon geht in seiner Geschichte auf die mittländischen Helden- und Glaubensriten zurück. Er orientiert sich daran, dass eine Insel des Königsreichs, Kalargios, mit seinem hohen Felsmassiv, als Zentrum der göttlichen Welt fungiert. Auf diesem Berg thronen die Götter direkt über den Lebenden und beeinflussen ihr Handeln maßgeblich.

Daneben gibt es eine hohe Anzahl an Sklaven, die ihren alten Naturreligionen folgen. Diese stammen noch aus den Gebieten aus denen sie verschleppt und in die Sklaverei verkauft wurden, wie beispielsweise Totonia oder auch abgelegenen Orte im Kalifat Al'bastra. Ihre Sklavenhalter gestatten ihnen meist die Aufrechterhaltung und Ausübung ihres Glaubens in geringem Maß, damit sie ihre Zufriedenheit erhalten können und wenigstens ein wenig Freiheit in ihrem Leben erhalten.

Der Glaube Deyn Cadors, verbreitet durch die Sorridianische Kirche, konnte nur einen geringen Prozentsatz der Bewohner Nostriens überzeugen. Besonders auf den dünn besiedelten Nordinseln im Land sind die Einwohner völlig deyntreu, die alten Schreine des nostrischen Pantheons gelten schon lange als verlassen. In Ilios und dem südlichen Teil Nostriens konnte der Glaube Deyn Cadors überhaupt keinen Einfluss gewinnen und wird eher als weiterer Versuch der Übernahme durch Sorridia gewertet.

Die Magie hat in Nostrien einen schwierigen Stellenwert, so werden die Kräfte der Magier als nützlich und faszinierend angesehen. Manche Gerüchte sprechen davon, dass diese Personen von den Göttern selbst auserwählt worden sind, um den reichen nostrischen Oberschichtlern zu dienen. Deswegen landen Magier außergewöhnlich schnell in der Sklaverei und werden wie Haustiere an Ketten gehalten und müssen ihre Kräfte nutzen, um Gäste zu unterhalten oder dem Sklavenhalter zu dienen. Ihre Verkaufspreise sind exorbitant hoch und liegen meist sogar über den großen Stadtvillen in Ilios. Bürgerrechte können Magiern auch nach vielen politischen Anstrengungen nicht zuteil werden. Sie bleiben ihr Leben lang heißbegehrte Handelsware der Wohlhabenden.

Regierung

Nostrische Küste

Das nostrische Imperium wird von einer reichen, teilweise zerstrittenen Oberschicht regiert. Diese kümmert sich grundsätzlich um ihre eigenen Anliegen und fröhnt den irdischen Genüssen, anstatt sich um das Volk und dessen Probleme zu kümmern. Zwar steht an der Spitze dieser Konsumgesellschaft der offizielle Plutokrat Vic ibn la Nostras, der sich Namen und Titel gleichzeitig von seinem Vorgänger gekauft hat, doch hat dieser mehr repräsentative Aufgaben sowie den Vorsitz im Senat.

Dieser Senat tagt in einem großen, marmornen Gebäude und bietet exakt 100 Plätze. Diese 100 Plätze sind mit einer Lizenz verbunden, die sich die wohlhabenden Familien regelmäßig abkaufen. Damit bleibt es generell bei den selben Verhältnissen im Senat. Es gibt lediglich eine Schusterfamilie, die bei der Staatsgründung durch eine glückliche Erbschaft an ihren Sitz kam und ihn bis heute hält. Einfluss lässt sich für Außenstehende aber auch über freundliche Spenden an ausreichend viele Befürworter nehmen, damit die eigenen Ziele rasch erfüllt und beschlossen werden.

Der Rest des Staates ist in eine einfache Verwaltungs- und Militärhierarchie untergliedert. Diese untersteht vollständig dem Senat, weshalb die Senatoren immer als weisungsbefugte Herren gegenüber den Staatsdienern auftreten. Dadurch sind sie praktisch immun vor Recht und Gesetz und verweigern jegliche Steuerzahlungen, während die Bevölkerung ohne Sitz im Senat einen grausamen Steuersatz zu zahlen hat und sich nicht einmal mehr durch Maibäume und tanzende Bären besänftigen lässt.

So kommt es, dass ein Fünftel Nostriens in großem Wohlstand lebt, während die andere in Armut und Knechtschaft verkommt. Dies führt zu manchen Unruhen und Aufständen, welche es jedoch kaum mit den gefürchteten Söldnerheeren der Plutokraten aufnehmen können. Diese privaten Armeen schlagen regelmäßig nicht nur für den Staat und die Großgrundbesitzer Schlachten, sondern unterjochen auch das gemeine Volk.

So grausam das Leben in Nostrien unter dieser Ständegesellschaft klingen mag, es lebt sich durchaus gut - selbst als Sklave. Nostrien ist ein Land, das zwar seine innere Hierarchie niemals ablegen wird, dafür aber weder Hungersnöte noch völlige Enthaltsamkeit kennt. Viele Herren behandeln ihre Sklaven mit großer Sorgfalt, nicht zuletzt weil sie auch Wertanlage sind. Besonders verglichen mit einem Leben in der Einöde Haldars oder der Kurmark stellt das Sklavendasein in Nostrien eine echte Alternative dar. Wer seinem Herren mit Eifer dient, wird eines Tages dafür belohnt werden. Besonders in manchen Herrscherfamilien weigerten sich manche Sklaven aus ihrem Stand entlassen zu werden. Ihr gesichertes, geordnetes neues Leben in Leibeigenschaft erschien ihnen wertvoller, als die Freiheit in Gefahr.

Wirtschaft und Währung

Nostrische Gulde

Nostriens Wirtschaft ist divers, basiert aber auf zwei Grundpfeilern - einerseits der Landwirtschaft auf den grünen Plateauinseln und andererseits der Versklavung.

Hoch oben auf den Klippen finden sich atemberaubende und fruchtbare Biotope von denen man nicht nur einen wunderbaren Ausblick auf den Leändischen Ozean hat, sondern auf denen feuchttropische Pflanzen in Reih' und Glied von versklavten Plantagenarbeitern aufgezogen und geerntet werden. Neben exotischen Pflanzen, wie Ananas, Tabak, Kaffee oder Gewürzknospen gedeihen auch viele Nahrungsmittel der restlichen leändrischen Staaten hervorragend. Diese nutzt Nostrien zwar überwiegend zur Verköstigung der Sklaven und Armen, doch sorgt diese Kosteneinsparung wieder für enorme Exportgewinne bei den Luxusgütern.

Ebenso wurden über ein Dutzend Inseln wieder mit Setzlingen von Edelhölzern bestückt, um in zukünftigen Jahren wieder den Bedarf an teuren und wertvollen Holzarten decken zu können, da die Nachfrage aktuell höher als der Bedarf liegt.

Die Sklavenjägerschiffe durchkreuzen den Leändischen Ozean und legen gerne vor kleinen Dörfern, entlegen und unbewacht der großen Städte oder Schutzgebiete der Staaten. Dort gehen sie mit absoluter Grausamkeit vor, entledigen sich der Kinder und legen Frauen und Männer gleichermaßen in Ketten. Anschließend werden sie zum Großen Sklavenmarkt von Ilios gebracht und dort für gutes Geld verkauft. Die Höhe hängt dabei vom Alter, Wissenstand und der Ausbildung der Person ab. Bei Frauen kommt dazu noch das Aussehen als Wertgegenstand hinzu.

Aufgrund der engen wirtschaftlichen Verflechtung im dem Nachbarn Sorridia, haben die Nostrier eine ähnliche Währung eingeführt, die im Wechselkurs 1 zu 1 konvertierbar ist. Die nostrische Gulde ist in 10 Nosalis unterteilt, welche wiederum jeweils 10 Nos wert ist.

Militär

Nostriens Militär besteht nur aus wenigen staatlichen Soldaten, die gerade einmal ausreichen, um die Stadtgebiete von Ilios zu schützen. Die Marine des Landes hat dafür deutlich mehr Mannstärke und umfasst immerhin mehrere Dutzend große Trieren, die die Gewässer der Inseln schützen und verteidigen.

Der wahre Kern der nostrischen Kräfte sind allerdings die privaten Heere und Kampfeinheiten der reichen Oberschicht, die teilweise größer als ganze Einheiten des Tasperiner Heeres sind. Völlig privat finanziert dienen sie daher in erster Linie den Interessen des wohlhabenden Besitzers. Nicht selten sind auch viele Sklaven in die Armeen eingegliedert und müssen sich ihre Freiheit erst erkämpfen. Für die Verteidigung und Ausweitung des nostrischen Reiches stellen die Besitzer ihre Einheiten gerne gemeinsam an die Front, um ihren Reichtum und Einfluss zu mehren und die eigene Stellung zu verbessern. Dabei sind ihnen größere Verluste relativ egal, da das Leben eines einzelnen Soldaten im Angesichts des möglichen Gewinnes nichts wert ist. Die Verluste werden anschließend einfach ersetzt und mit ausreichend Geld neu gekauft.

Zum Schutz ihrer mächtigen Handelsflotten unterhalten die nostrischen Grundherren auch eigene Trieren mit eigener, meist deutlich besserer, Besatzung. Diese kreuzen zwischen den eigenen Handelsrouten und sorgen für die notwendige Sicherheit, damit Einnahmen zurück nach Nostrien fließen und die ausgehende Ware ihr Ziel sicher erreicht. Piraten werden dabei möglichst nicht umgebracht, sondern gefangengenommen. Dadurch können die Verbrecher versklavt und verkauft werden und die Schiffe in die eigene Flotte integriert werden.

Handelsgüter

Ölbaum mit Ziegen, typisch für Nostrien

Das Königreich Nostrien hat sich im leändrischen Handel vor allem durch die Produktion von exotischen und seltenen Waren einen Namen gemacht. Darüber hinaus sind Nostrier die größten Sklavenhändler in der bekannten Welt.

Vor allem teure Edelmetalle werden in den Minen der Inseln hervorgebracht und aus den Kalifaten eingekauft, um dann nach Sorridia oder Tasperin geschifft zu werden. Die eigenen Edelhölzer sind zwar massiv abgeholzt worden. Reiche Grundbesitzer bemühen sich jedoch um den Wiederanbau der seltenen Bäume, damit diese gewinnbringend verkauft werden können. Nostrien besitzt fantastische Gewürzmärkte auf denen allerlei exotisches Kraut und Pulver feilgeboten wird. Diese Vielfalt nutzt das Land vor allem für den Verkauf in die nahegelegenen Sultanate Al'bastras und nach Sorridia. Ebenso besitzt Nostrien Glasbläsereien und Plantagen auf denen feinste Seide, Kaffee, teurer Tee, Rauschmittel und Tabak angebaut wird. Gerade diese Luxusgüter machen nicht nur das nostrische Leben sondern auch den Handel aus.

Darüber hinaus sind die großen Sklavenjägerschiffe permanent auf der Suche nach neuen Arbeitskräften, die gewinnbringend weiterverkauft werden. Für Ausländer, die Sklaven kaufen, fallen dabei Sonderzölle nach Art und Kategorie des Sklaven sowie der Fahrtzeit an, weshalb die Gewinnmarge in diesem Teil der nostrischen Wirtschaft besonders hoch ist.

Ein Charakter aus Nostrien

Nostrien ist die ideale Heimat für südländisch-mediterrane Charaktere. Die Palette ist vielfältig und umfasst grausame Sklavenjäger, todgeweihte Gladiatoren, verarmte Plantagenbesitzer, erfahrene Söldner und gedankenverlorene Geistliche. Aber auch Gelehrte verschiedenster Künste, entflohene Sklaven und mutige Entdecker können von Nostrien aus einen Weg nach Corethon gefunden haben. Es gibt quasi nichts, was man in Nostrien nicht werden könnte - sofern man das Durchsetzungsvermögen dafür besitzt. Ein solcher Aufstieg verlangt nämlich nach den nötigen (finanziellen) Mitteln und oftmals auch einer ordentlichen Portion Skrupellosigkeit.