Edric von Sturmschlucht

Aus Athalon
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Eine Reihe der einfachen Bürger

Lord Edric von Sturmschlucht, bekannter unter dem Namen "Der haldarische Golemant", war ein mächtiger Mann aus Haldar. Er lebte von 663 bis 713 AD und herrschte über einen kleinen Abschnitt des Landes um die Fiskarswacht herum. Im Volksmund wird das Gebiet als "die Sturmschluchten" bezeichnet, da dort in den weniger bekannten Sturmkriegen einige berüchtigte Magier jahrzehntelang von Deynisten bekämpft und später verfolgt wurden. Der Lord wurde vor allem durch seine geerbte Golemantie berühmt und gleichzeitig berüchtigt, denn es soll ihm gelungen sein, lebende Personen in steinerne Statuen zu verwandeln. Den Erzählungen nach ist er in der legendären Schlacht der tausend Statuen als einziger lebender Soldat seiner Seite gefallen, nachdem nahezu sämtliche Statuen zerstört worden sind.

Persönlichkeit

Lord Edric war ein exzentrischer Mann, so war er doch auch mit einer sehr bemerkenswerten Hintergrundgeschichte in besten Verhältnissen aufgewachsen. Er war beispielsweise von sehr wechselhaftem Gemüt. War einmal etwas nicht nach seinem Plan geschehen, ist er in einen Wutanfall ausgebrochen, der erst durch den Tod oder durch schwere Verletzungen einer oder mehrerer Bediensteter beendet werden kann. Ansonsten bestach er durch seine herausragende, kühle und kalkulierende Intelligenz, zudem besaß er, recht ausgeprägtes Charisma, das er jedoch nur nach Bedarf benutzt hat. Grundsätzlich erwartete er von allen Waren immer bloß die beste Qualität, außerdem von allen seinen Arbeitern immer nur die höchste Präzision.

Geschichte

Das Haus von Sturmschlucht

Das Haus von Sturmschlucht entstand als ein ambitioniertes Adelshaus im heutigen Gebiet Nordtasperins. Die zunächst aus Sorridia emigrierte Handelsfamilie ließ sich um 450 AD zunächst im nördlichsten Wipfel der Provinz Fahlstrad nieder und stieg innerhalb der dünnbesiedelten Region schnell auf.

Nachdem mehrere magieverbundene Stämme im Süden Haldars immer mächtiger wurden und nach und nach auch weitere Provinzen in der Umgebung angriffen und eroberten, begann das sorridianische Militär, unterstützt von den Ordenskriegern der sorridianischen und damals einzigen deynistischen Kirche, die Magier und ihre Stämme zu bekämpfen. Nach langen Jahren der Guerilla-Schlachten hatte die sorridianische Seite bereits schwere Verluste einstecken müssen, bloß um eine kleine zweistellige Anzahl Magier zu vertreiben. Allerdings gelang es ihnen dennoch den Vorfahren von Lord Edric von Sturmschlucht zu fangen.

Er war damals als einziger Überlebender auf der Seite der Magier in den Sturmkriegen übrig geblieben und nachdem er sich den Deynisten unterwarf, wurde ihm gestattet über das wilde Stammesland für den sorridianischen Gottkaiser zu herrschen. Hierfür hatte er zusätzlich der Magie abzuschwören und seine Fähigkeiten mit einem auf der Brust eingebrannten Siegel zu entsagen. Ferner wurden die ansässigen Haldaren erstmals von den Sorridianern, zumindest teilweise, kontrolliert. Da das normale Volk von den Kämpfen zwischen Magiern und Kirche nicht vielmehr mitbekommen hatte, als die wieder und wieder aufziehenden Sturmwolken, wurde das neu geschaffene Land anschließend als die Sturmschlucht getauft. Gordon Myers nahm dem entsprechend dann den Namen Lord Gordon von Sturmschlucht an.

Der Stoßtrupp, leicht gerüstet und schnell

Edric von Strumschlucht

Edric ist von Geburt an mehr oder minder wohlhabend und behütet aufgewachsen. Ohne große Schwierigkeiten lernte er in den Kindsbeinen bereits, das Erbe seiner Familie, starke Golemantie, zu seinem Nutzen einzusetzen. Es war ihm also möglich, schon im blassen Alter von vierzehn Jahren starke Arbeiter zu erschaffen, die dem einfachen Volk geholfen haben, ganz, wie seine Familie es seit dem frühen Lord Gordon von Sturmschlucht getan hat. Allerdings lernte Edric auch eine bösere Variante der Magie kennen. Beschwört er Magie auf eigene Kraft, ist das zehrend und schwächend für ihn. Wenn allerdings, wie bereits von Gordons Meister niedergeschrieben, Menschenleben als Basis der Golems dienen, können diese deutlich länger und besser arbeiten und es kostet den Zaubernden nahezu keine Kraft. So probte er den ersten Golem zu machen und lud sich einen Obdachlosen in das Haus, der arglos zustimmte. Auf die Art und Weise wurden die Tagelöhner der Stadt immer spärlicher, dafür stieg allerdings die Anzahl Golems, die Edric gleichzeitig beherrschen konnte, sehr zur Überraschung seiner Eltern, auf unbekannte Höhen. Sein Vater forschte daraufhin, wie das passieren könnte und ohne sein Wissen weiterzugeben, konfrontierte er seinen Sohn, der zu dem Zeitpunkt gerade erst sechzehn Sommer gesehen hatte. Edric von Sturmschlucht gelang es dann, mit Hilfe seiner stärkeren Golems seinen Vater unerkannt zu überwältigen, dessen Magie gegen die aus Menschen geformten Golems machtlos war. Er wurde als der älteste Sohn dann zum neuen Lord unter sorridianischer Herrschaft, zu Lord Edric von Sturmschlucht.

Aus den hinterlassenen Aufzeichnungen der sorridianischen Überwacher geht kaum hervor, wie die magischen Aktivitäten Edric von Sturmschluchts trotz der Präsenz mehreren sorridianischer Ordensritter und teilweise sogar Mitgliedern der Akademie der Magierjäger geheim gehalten werden konnten. Aus einem Papier der Kirche von 518 AD ging hervor, dass man annahm, dass die gesamte Familie nach der erfolgten Versiegelung der Fähigkeiten von Gordon von Sturmschlucht eigentlich keine magischen Kräfte mehr hätte besitzen dürfen. Einige Historiker gehen davon aus, dass es Lord Edric gelang seine Überwacher vollkommen einzuschüchtern und selbst zu kontrollieren. Andere sprechen von einem verborgenen Kellergewölbe, auf welches er seine magische Präsenz beschränkt haben soll.

Periode der Unterdrückung

Nachdem Edric die Macht an sich gerissen hatte, wurde er immer mächtiger. Anfangs bemerkte niemand, was vor sich ging, denn der vorherige Lord und Edrics Vater verschwand für die Augen des gemeinen Volkes spurlos. Später wurde Edric immer dreister. 697 AD wurde er sogar so offen, dass er alle wichtigen Stammesoberhäupter seiner Provinz zu einem Bankett an seinen Tisch einlud und außer seiner Familie sämtliche Teilnehmer festnehmen ließ. Er sperrte sie vorerst in den Kerker, woraufhin er sie dann langsam allesamt in Golems umwandelte. Das Volk schrie auf, so hatte es zumindest bemerkt, dass ihre Dorfführer nur zu Unrecht einsaßen.

Edric tat das ab und schickte aber sofort seine Statuen in die führungslosen Dörfer. Sie wankten bedrohlich umher und waren als Augen, Ohren und ausführenden Hände seiner Macht zurückgekehrt. Die simpel gestrickten Konstrukte befolgten seine Befehle problemlos. Edric wies die Bewohner seiner Dörfer an, neue Statuen zu fertigen. Die überraschten und vor allem verängstigten Dörfler beugten sich unter der Anwesenheit der unmenschlichen Golemkreaturen. In manch einem Ort erschlugen die Kreaturen zunächst den aufmüpfigsten Bewohner, bevor die grausamen Arbeiten begonnen wurden.

Außerdem fielen aufgrund der Tatsache, dass die Golems Lebensenergie verbrauchen und daher häufig gespart werden, immer noch weitere Tagelöhneraufgaben an, sodass die wenigsten Bewohner genug Grund hatten, sich aufzulehnen und die, die es taten, wurden vom Militär oder sogar von dem Statuen unterdrückt. Erst im Jahre 689 kam es, dass die Sorridianische Kirche einige Soldaten um sich herum scharte, um den Lord zur Strecke zu bringen und die Familie endgültig auszulöschen. Allerdings wurde der Angriff der herbeieilenden Truppen komplett ohne Tote, aber auch ohne wiederkehrende Kirchenmitglieder, gelöst und keiner von ihnen ward jemals wieder gesehen. Bemerkenswert an diesem ersten Vorstoß der Sorridianer ist die ausgesprochen kleine Truppenanzahl von gerade einmal einem halben Dutzend Soldaten, der wohl der abgelegenen Lage der Heimatregion von Sturmschluchts geschuldet ist.

Die vernichtend starken berittenen Einheiten

Die Schlacht der zehntausend Statuen

Schlussendlich startete das sorridianische Militär 710 AD mitsamt tausenden sorridianischen Ordensmitgliedern eine großangelegte Offensive auf Edric von Sturmschlucht. In mehreren blutigen Auseinandersetzungen zwischen 710 und 711 AD fiel eine Vielzahl an sorridianischen Truppen dem magiebeherrschenden von Sturmschlucht zum Opfer. Nicht zuletzt machte auch das harsche Wetter im Süden Haldars den sonst eher sonnenzugewandten Truppen schwer zu schaffen. Den immer noch umherziehenden Sagen nach, gelang es Edric von Sturmschluch gar eine ansehnliche Anzahl der einfallenden Soldaten zu Statuen zu verwandeln. Diese Gerüchte konnten aber bis heute nicht bestätigt werden und bleiben Gegenstand der Forschung.

Während der finalen Tage der Schlachten waren seine Statuen, oftmals ehemalige Soldaten, gekleidet in dicken Granit, fast nicht zu zerstören. Einzig schwere Belagerungswaffen oder die gefürchteten sorridianischen Kriegshämmer konnten den felsernen Kriegern etwas anhaben. Die sorridianischen Soldaten waren zu großen Teilen mit Hämmern, Spitzhacken und massiven Hiebwaffen ausgerüstet. Dank seiner Fähigkeit unter Anstrengung zwei Menschen jeden Tag zu steinernen, gehirnlosen Abbildern ihrer selbst zu machen, gelang es von Sturmschlucht bereits vor dem Einfall der Sorridianer eine zahlenmäßig beeindruckende Armee aus steinernen Golems zu formen. Wie viele genau ist unklar, die meisten veralteten sorridianischen Militärerichte belaufen sich jedoch auf ungefähr eintausend Soldaten, die zu Stein geworden, gegen ungefähr die dreifache Anzahl Sorridianer kämpften.

Im Jahre 1012 AD kam es zur alles entscheidenden Schlacht, in der Lord Edric von Sturmschlucht selber auf einem gepanzerten steinernen Pferd in die Schlacht ritt, aus allen Richtungen von dutzenden Statuen geschützt. Die Schlacht ist heute als die Schlacht der tausend Statuen bekannt, selbst wenn sie offiziell von sorridianischer Seite mittlerweile geleugnet wird. Die Aufzeichnungen außerhalb der sorridianischen Orden sind überdies außerordentlich selten und stark lückenhaft.

Die Schlacht soll geendet haben, als nur noch wenige Statuen übrig geblieben waren, die sich eng um ihren Lord scharten. Edric von Sturmschlucht wurde von einem Pfeil in den Kopf getroffen, was dazu führte, dass sämtliche Statuen zu Staub zerfielen.

Golemantie

Lord Edric von Sturmschlucht hat während seiner Tyrannei eine Liste erstellt an Dingen, die für seine schreckliche Golemantie wichtig waren. Sein Wissen sowie die von ihm gefertigten Listen wurden von den Sorridianern eingezogen und fast vollständig vernichtet. Gerüchte besagen, dass einige Aufzeichnungen von der Sorridianischen Kirche sicher in verborgenen Katakomben verwahrt werden. Das nachfolgende Wissen ist nahezu keinem Menschen auf Athalon bekannt.

Die umzuwandelnden Menschen müssen bei der gesamten Prozedur von Anfang bis Ende bewegungslos verharren. Es sei möglich, zum Beispiel mit Steinstatuen die Menschen zu fixieren, denn Gesichtszüge beispielsweise stören den Zauber nicht signifikant und ein starker Golemant ist in der Lage, diese Störungen auszugleichen. Wenn allerdings zu starke Bewegungen passieren, stirbt der Umzuwandelnde Mensch ohne jegliche Überlebensgelegenheit sofort. Er ist dann auf keine Art und Weise wiederzubeleben. Da die Prozedur jedoch große Schmerzen zufügt, ist es dem Lord anfangs bloß durch starke eiserne Ketten und eine gute Fixierung an allen Gliedern über eine Streckbank möglich gewesen, die Menschen ruhig genug zu halten.

Ebenfalls von hoher Relevanz ist, dass die Menschen bei der Umwandlung eine gute Gesundheit pflegen. Je gesünder, kräftiger und jünger die Menschen sind, desto stärker ist der Golem, der dabei heraus kommt. Jedoch ist auch zu beachten, dass Säuglinge zum Beispiel wieder weniger Kraft besitzen und daher auch weniger Lebensenergie für den Golem ergeben. Edric sei dieser Fakt bloß aufgefallen, da Golems bis zu vierzig Jahre alt werden und er daher keine wirklichen Tests hat durchführen können, bloß ungefähr Vermutungen, woher die entsprechenden Golems kommen und warum sie nun so alt sind. Jedoch konnte er beim Umwandeln spüren, dass mehr Energie erzeugt wurde, sodass er grobe Vermutungen auch ohne klare Werte anstellen konnte.

Solange die Statuen regungslos da stehen, verbrauchen sie nahezu keine Energie und können Jahrzehnte ohne merklichen Energieverlust stehen bleiben. Gerade die ersten Soldaten, die er umgewandelt hat, sind teilweise bis zur letzten Schlacht "eingeschlafen" und erst dann wieder aufgestanden, konnten aber ohne größere Behinderungen mit in den Kampf ziehen.

Der Einsatz der Golems ist autark möglich und kostete Edric weder Konzentration, noch Energie, die er aufwenden musste. Hatte die Statue einmal einen Befehl erlangt, war sie in der Lage, nach der vorherigen Expertise des Menschen, der zur ihr wurde, frei dem Befehl entsprechend zu arbeiten. Sogar weitere Befehle konnten die Statuen vergeben, allerdings bloß an andere. Auch Menschen konnten die Statuen unterrichten, wenn sie ihnen bestimmte Schritte vormachten. Jedoch konnten sie keine Dinge erklären, da sie nicht in der Lage waren zu sprechen. War jemals die gesamte Lebensenergie verbraucht, zerfiel die Statue zu Staub.